3 weitere Tipps wie Du zur PionierIn, zum Pionier des Wandels wirst

Bildung zum Schutz der Erde ist viel mehr als nur das Anwenden innovativer Methoden, das Vermitteln von Informationen oder das Praktizieren von alternativen Handlungsmöglichkeiten. Bildung zum Schutz der Erde ist Vorbildpädagogik. Wenn wir also wollen, dass Kinder und Jugendliche dazu angeregt werden, selbst aktiv Teil des Wandels hin zu einer besseren, gerechteren, lebenswerten Erde zu werden, dann sollten wir selbst PionierInnen und Pioniere des Wandels sein. Denn wer selbst das Bewusstsein, den Mut, die Kraft sowie die Fähigkeiten entwickelt hat, um etwas Neues auf die Beine zu stellen – und seien es nur kleinere Projekte – ist Pionierin oder Pionier des Wandels und kann durch sein Vorbild sowie mit seinen Erfahrungen auch Kinder und Jugendliche anregen, um dies ebenfalls zu werden. Wer vorlebt, selbst der Wandel zu sein, den wir uns auf dieser Erde wünschen, wird so zum Coach, der Andere begeleiten kann, die ebenfalls diesen Weg gehen möchten. Darum gebe ich Dir in diesem Beitrag, der an den Artikel von letzter Woche anknüpft, weitere Tipps, die Du – wenn Du möchtest – umsetzen kannst. Es geht um folgende drei Dinge:

  1. Nimm Dir Experimente vor – sei ein/e Forscher/in
  2. Schaffe Dir Zeiträume / Freiräume, um Dich für das zu engagieren, was Dir wirklich am Herzen liegt
  3. Lerne Projekte zu entwickeln, die zum Wandel auf der Erde beitragen

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    Kinder experimentieren gerne: Selbst Zahnpasta herstellen

  1. Nimm Dir Experimente vor – sei ein/e Forscher/in
    Kinder, die sich ihre kindliche Neugierde, ihre Offenheit und ihre Spiefreudigkeit noch bewahrt haben, sind ForscherInnen, EntdeckerInnen, die gerne und ständig etwas Neues ausprobieren. Wer Kinder beim Spielen beobachtet, wird das leicht feststellen. Einen ähnlichen Forschergeist, jedoch mit einem konkreten Ziel, solltest Du entwickeln, wenn Du einE PionierIn des Wandels werden möchtest. So kannst Du Dir für Deinen Jahresplan Forschungsziele vornehmen. Ich habe mir für dieses Jahr z.B. das soziale Experiment „pay what you want“ sowie die Erprobung eines Kinderferienprojekts mit bioveganer Ernährung vorgenommen. Wie kann das gelingen? Welche inneren Schritte der Selbstveränderung sind dafür zu tun? Was will ich dazu lernen? PionierInnen des Wandels sind immer mutige Menschen, die neue Wege einschlagen. Als z.B. der Profisportler Brendan Brazier vor ca. 20 Jahren begann, sich gesund vegan zu ernähren, wurde er damals belächelt, mit gut gemeinten Ratschlägen versorgt, die ihm das ausreden wollten usw. Er hat die Sache aber mit richtigem Forschergeist angepackt, tagtäglich Tagebuch geführt, was er gegessen hat und wie sich seine Ernährung auf sein Leistungsvermögen ausgewirkt hat. Er hat experimentiert, um immer schneller regenerieren und immer mehr trainieren zu können. Auf diese Weise hat er seine bekannt Thrive-Ernährungsweise, eine besonders gesunde vegane Ernährungsweise entwickelt, hat etliche Wettbewerbe als Ironman und Triathlet (die härtesten Sportarten) gewonnen und hat zwischenzeitlich Bestseller verfasst, z.B. „Vegan in Topform“, einen der besten Ernährungsratgeber, den ich kenne. Gleichzeitig hat er sich aber nicht nur mit den Gesundheitsaspekten veganer Ernährung auseinandergesetzt und durch sein Beispiel gezeigt, was möglich ist, sondern bildet mit seinen Büchern auch ein Bewusstsein für die vielfältigen sonstigen Vorteile dieser Ernährungsform für Tiere, Natur, Umwelt, Menschen und die Erde.

    Was ist Dein besonderes Talent, Deine Stärke? Welches soziale Experiment, welche Forschung könntest Du damit auf den Weg bringen?

  2.  Schaffe Dir Zeiträume / Freiräume, um Dich für das zu engagieren, was Dir wirklich am Herzen liegt
    Im Laufe meiner Selbständigkeit mit ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung sowie meiner Tätigkeit für Schützer der Erde e.V. habe ich mehr als 800 Bewerbungen erhalten von vielen engagierten Menschen, die zum Bewusstseinswandel auf der Erde beitragen wollen. Viele schreiben, dass sie gerne eine Anstellung haben würden, um in der Natur- und Umweltbildung tätig werden zu können. Viele haben leider (noch) nicht den Mut, selbst etwas auf die Beine zu stellen und sich selbständig zu machen, um innovative Bildungsprojekte für den Wandel auf den Weg zu bringen. Warum eigentlich das Denken in „Entweder – oder?“. Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde, es gibt Nahrung, Kleidung und viele sonstige Dinge des alltäglichen Lebens im Überfluss. Viele kann man geschenkt erhalten. Wer eine universitäre Ausbildung hat, kann auch in einem Teilzeitjob so viel verdienen, dass er bei maßvollem, bescheidenem und ökologischem Konsum so viel verdient, dass es zu einem guten Leben reicht, selbst wenn man Familie und Kinder hat.Was hindert uns dann eigentlich, das zu tun, worin wir am meisten Sinn sehen? Was hindert uns daran, innovative pädagogische Projekte auf die Beine zu stellen und uns die dafür notwendigen Kompetenzen in Eigenregie anzueignen?Wenn Du selbst dafür brennst, dass Du zum Wandel, vielleicht speziell zum Bildungswandel, beitragen willst, dass Du Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen helfen möchtest, eine tiefere Beziehung zu Natur und Tieren zu entwickeln oder dass Du Dich in irgendeiner anderen Weise als Aktivistin betätigen willst – was hindert Dich dann eigentlich daran, das einfach zu tun und Deinem Herzen zu folgen?Solltest Du in dieser Situation sein, dann könntest Du Dir einfach Zeit nehmen, um folgende Fragen für Dich zu klären:
  1. Was würdest Du tun, wenn Du so wirken könntest, wie Du wolltest, ohne den Zwang, Geld für Deinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen?
  2. Was ist Dein Herzensthema, für das Du brennst?
  3. Was möchtest Du in Deinem Leben mit Deinen Talenten und Fähigkeiten erreichen? Was ist Dein Lebensziel? Möglicherweise dauert es eine Weile, bis Du für Dich Klarheit gewonnen hast, aber durch die Beschäftigung damit sowie durch die anderen Tipps in diesem Beitrag wirst Du es Schritt für Schritt herausfinden – wenn Du das möchtest. Gleichgültig an welchem Punkt Du stehst, Du solltest Dir Zeit- und Freiräume schaffen, das einfach zu tun, wofür Du brennst. Mit jedem Schritt, denn Du wagst, bringst Du etwas in Bewegung und es geht voran.
  1. Lerne Projekte zu entwickeln, die zum Wandel auf der Erde beitragen
    Wenn Du die vorigen Tipps genutzt und neue Erfahrungen gesammelt hast, dann bist Du auch bereit, eigene kleinere oder größere Projekte, möglicherweise auch ein eigenes (Sozial-)unternehmen auf die Beine zu stellen. Vielleicht hast Du die Idee, eine neuartige Schule zu gründen, die sich an der Ethik umfassender Gewaltlosigkeit orientiert, vielleicht willst Du ein Bildungscafé gründen oder ein vegan-ökologisches Bildungszentrum, vielleicht hast Du das Talent, Lernspiele zu entwickeln oder eröffnest Deinen eigenen You Tube Kanal oder Blog? Ein solches größeres Projekt ist etwas, was Du in Dir wachsen lassen solltest, bis es reif ist zur Umsetzung. Aber Du solltest Deine Projektidee nähren, Dich immer wieder damit befassen. Wer einmal bei unseren Weiterbildungen Abenteuerliche Natur- und Mitweltbildung dabei war, hat dabei selbst ein kleines pädagogisches Projekt entwickelt, das sich an best-practice-Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung orientieren sollte. Für alle, die das umgesetzte haben, war das sehr hilfreich. Wenn Du es also nicht ganz allein schaffen solltest, mit Deinen Ideen auf den Punkt zu kommen, suche Dir Beratung, Unterstützung oder eine Fortbildung, wo Du lernen kannst, wie man Projekte bzw. Unternehmen des Wandels entwickeln und umsetzen kann.

Ich hoffe, Dich ermutigt zu haben, das anzupacken, wofür Dein Herz schlägt. Werde zum Pionier, zur Pionierin des Wandels. Der Erde braucht Dich.

Was nimmst Du Dir noch heute vor, in Deinem Leben zu verändern? Schreibe es Dir auf, jetzt sofort. Welche Ideen hast Du? Berichte uns gerne darüber in einem Kommentar.

 

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