Pressemitteilung vom 26.07.2016

Beim ersten nationalen Agendakongress BNE ehrten Bundesbildungsministerin Wanka und DUK-Präsidentin Metze-Mangold 65 Bildungsinitiativen – darunter auch Schütze der Erde e.V. aus Main-Spessart

 

Marktheidenfeld / Esselbach. Beim ersten nationalen Agendakongress BNE am 11. Juli 2016 in Berlin verliehen die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka und die Präsi­den­tin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Verena Metze-Mangold Auszeichnungen an gute Bei­spiele gelebter Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Bundesministerin Wanka hob hervor: „Erstmalig ehren wir Kommunen, Netzwerke und Lernorte, die stabile Strukturen und eine Verstetigung über BNE-Aktivitäten erreicht haben oder anstreben. Denn nur so kommen wir unserem Ziel näher, insgesamt eine nachhaltige Gesellschaft zu werden. Ich gratuliere den Ausgewählten herzlich.“

Schützer der Erde e.V. gehört als einzige Organisation aus Unterfranken zu den ausgezeichneten Bildungsinitiativen. Die Jury der UNESCO würdigte damit das von Schützer der Erde e.V. seit 2003 in langjähriger Modell­projekt­arbeit ent­wickel­te, ganzheitliche Bildungskonzept, das in seiner Vision noch über Bil­dung für nachhaltige Ent­wick­lung (BNE) hinaus­geht, als herausragendes Beispiel für einen Bildungswandel im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Lernort-Auszeichnung-Schützer der Erde

Kern des innovativen Bildungskonzepts von Schützer der Erde e.V. ist eine abenteuerliche Natur- und Umweltbildung, die Schützer der Erde e.V. als Mitwelt­bildung ansieht, da es dabei nicht nur um eine lebenswerte Zukunft für Menschen, sondern um den Schutz allen  Lebens, auch den Schutz der Würde und des Lebensrechts der Tiere geht. „Wir streben Freiwilligkeit in allen Lernstrukturen sowie eine Wir-Kultur des Miteinanders, der Selbstreflexion, des Vertrauens sowie der Wertschätzung an“, erläutert Diplompädagoge Thomas Müller-Schöll die Ziele des Konzepts, „weil wir dies als wesentliche Voraussetzung für Potentialentfaltung sowie die Änderung von Lebens- und Ernährungsstilen ansehen, die Menschen nur freiwillig vornehmen.“

Schützer der Erde e.V. bietet seit 2003 abenteuerliche, fünftägige Zeltlager-Projekte auf dem Jugendzeltplatz in Windheim für Kinder von 8-13 Jahren unter Bedingungen der Freiwilligkeit im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Marktheidenfeld an. Dabei werden die Kinder in spannende Spielgeschichten verwickelt und können zu den „Helden“ der Geschichten werden, indem sie eine Erdschützerausbildung bestehen. Das Konzept kommt bei den Kindern, die alle Projekte am Ende mit Schulnoten bewerten dürfen, nachweislich sehr gut an und wird seit 2007 auch an andere Orte in Deutschland transferiert.

Schützer der Erde e.V. bietet aber nicht nur Kinder- und Jugendprojekte, sondern innovative Bildungs- und Engagementmöglichkeiten für junge, engagierte Nachwuchskräfte an, damit diese sich zu Fachkräften der Bildung für nachhaltige Entwicklung entwickeln können. Seit 2015 bietet Schützer der Erde e.V. z.B. ein Selbstlernstudium, Selbstlernpraktika sowie ein Freies Freiwilligenjahr für einen Bildungswandel an. Dabei haben junge Menschen die Möglichkeit, eigene Projekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu entwickeln und umzusetzen und ihren – begleiteten – Lernweg möglichst frei und selbstbestimmt zu gestalten. „Wir wollen auf diese Weise Bildungsmodelle für eine Uni von Morgen erproben, bei denen das Verantwortungsbewusstsein, die Selbstreflexionsfähigkeit sowie freiwilliges Lernen und Wirken in besonderem Maße gefördert werden. Unsere ersten Erfahrungen bestätigen, dass junge Menschen unter derartigen Bedingungen bereits in kurzer Zeit über sich hinaus wachsen, mit großer Freude und Begeisterung lernen und sich in besonderem Maße engagieren“, erläutert Müller-Schöll das Konzept und freut sich über die Auszeichnung.

Hintergrund: Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO Weltaktionsprogramm (2015-2019) ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben.

Mehr Informationen:
http://www.bne-portal.de/de/akteure/profil/bildung-zum-schutz-der-erde-mitweltbildung-potentialentfaltung
http://www.bne-portal.de/de/infothek/meldungen/bne-auszeichnungen-65-kommunen-lernorte-und-netzwerke

Pressekontakt / Ansprechpartner:
Schützer der Erde e.V., Thomas Müller-Schöll, Goldbrunnenstraße 5, 97839 Esselbach
Fon/fax: 09394/9940028, info@schuetzer-der-erde.de www.schuetzer-der-erde.de

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