Bist Du selbstreflektiert?

Bringe mehr Tiefe, Intensität und Qualität in Deine Bildungsarbeit – und Dein Leben

  • Ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung / Umweltbildung, die Du praktizierst, nur  eine Alibiveranstaltung?
  • Bringt es überhaupt etwas, wenn wir einen vierstündigen Workshop zu Klimaschutz & Ernährung an einer Schule umsetzen? Ist ein solcher Zeitrahmen nicht viel zu kurz?
  • Können wir die Wirkungen von Um- bzw. Mitweltbildung überhaupt messen?
  • Wenn ja, wie und was?
  • Wie können wir Bildungsstrukturen verändern, damit überhaupt ein förderliches Lernmilieu für gelingende Bildungs- und Selbstreflexionsprozesse entsteht?

Solche und ähnliche Fragen wird sich sicherlich jede pädagogische Fachkraft irgend­wann stellen, die mit Projekten der Bildung für nachhaltige Entwicklung Verände­rungs­impulse geben will.

Natürlich ist ein vierstündiger Workshop ein sehr kurzer Zeitraum. Doch meiner Erfahrung nach kommt es nicht unbedingt auf die Dauer eines Bildungsprozesses an, sondern auf die Tiefe, Intensität und Qualität.

Und diese wiederum hängt sehr damit zusammen, wie tief und intensiv Du Dich selbst reflektierst.

Warum stellst Du Dir die obigen vier Fragen nicht zunächst einmal selbst?

  • Wie viele Dinge sind Dir bewusst geworden durch Deinen vierstündigen Workshop?
  • Wie viele Dinge wirst Du beim nächsten Mal anders und besser machen?
  • Brennst Du darauf, das, womit Du noch nicht ganz zufrieden warst, noch besser zu machen und noch weitere neue Dinge ausprobieren zu dürfen?

Wenn Du wenig reflektiert bist, dann werden Dir selbst vielleicht allenfalls zwei oder drei Kleinigkeiten auffallen. Wenn Du wenig selbstkritisch bist, wirst Du Dir möglicher­weise lieber selbst auf die Schulter klopfen und Dich mit der Analyse zufrieden ge­ben, dass das, was Du getan hast, eigentlich schon ziemlich gut war. Falls die Kinder ziemlich unruhig, zappelig und unkonzentriert waren, begnügst Du Dich möglicher­weise mit der Analyse, „dass Dir die Arbeit mit Kindern einfach nicht so liegt“.

Doch bringt Dich das weiter? Wird es Dir dadurch wirklich gelingen, Dich selbst so un­glaublich zu begeistern, dass Deine begeisternde Ausstrahlung einfach mitreißend ist?

Wenn Du das Gefühl hast, dass es langweilig ist, den „gleichen“ Workshop zig Mal abzuhalten, dann könntest Du Dich zuallererst fragen: Hast Du Dich selbst in diesem Prozess gewandelt?

Je mehr Du Dich darin übst, Dich tagtäglich selbst zu erkennen, zu reflektieren und zu verändern, desto spannender wird Dein Leben – und werden auch Deine Workshops.

 

Sei selbstkritischer, kreativer und mutiger – sei Vorbild

Ich möchte Dich in diesem Artikel dazu anregen, selbstkritischer zu sein und tiefer zu analysieren. Außerdem möchte ich Dich ermutigen, kreativer und aufmüpfiger zu sein und dadurch andere zum Nachdenken zu bringen.

Du solltest keinesfalls nur Dein eigenes Handeln, das der anderen beteiligten BegleiterInnen oder Deine verwendeten Methoden hinterfragen, sondern auch die Strukturen, innerhalb derer Deine Tätigkeit stattfindet. Denn leider tun dies die meisten Menschen viel zu wenig. Das Übliche und Normale erscheint uns, sind wir einmal in eine Organisation eingebunden, zu fest in Stein gemeißelt, als dass wir darüber nachzudenken wagen. Vor allem dann, wenn Du in einer Institution angestellt bist, fällt es den meisten Menschen umso schwerer, die Rahmenbedingun­gen ihrer Tätigkeit kritisch zu reflektieren, um Ideen zu entwickeln, sie zu verändern.

Buffetvorbereitung

Fünf Klimaschutzkochmobil-Workshops an Schulen – eine große Chance

An Montagmorgen wache ich bereits sehr früh auf und habe gleich neue Ideen, wie ich die Workshops, die ich in den nächsten Tagen abhalten darf, anders gestalten kann.

Zissi und ich kommen in der Schule an und begrüßen die Kinder der 3. Klasse. „Wir wünschen Euch einen wunderschönen guten Morgen“, beginne ich meine morgendliche Begrüßung der Klasse. Noch ehe ich meinen Satz beenden kann, antworten die Kinder alle brav im Chor: „Gu-ten Mor-gen“. Es erinnert mich an den Drill aus meine Schulzeiten.

Einen Moment lang liegt es mir auf der Zunge zu sagen, dass wir heute keine unterwürfigen Untertanen brauchen, sondern pfiffige, kreative Kinder, die etwas verändern wollen. Ich verkneife es mir.

„Das ist Zissi und ich heiße Thomas – und Ihr dürft uns duzen“, fahre ich fort und bin mir bewusst, dass wir damit schon einen kritischen Impuls setzen: Warum eigentlich dürfen Lehrkräfte ihre SchülerInnen duzen, umgekehrt aber nicht? Welches Menschenbild steckt hinter dieser so genannten „Normalität“? In diesem Artikel kannst Du mehr zu diesem Thema lesen.

„Doch bevor wir überhaupt beginnen,“ setze ich meine Ansprache fort, „habe ich eine ganz wichtige Frage an Euch, die Ihr uns bitte ganz ehrlich beantwortet. Damit Ihr ganz ehrlich seid, schließt bitte alle die Augen, damit Ihr Euch von Niemandem beeinflussen lasst. „Wenn Euch heute Morgen Jemand gesagt hätte: heute dürft Ihr frei entscheiden, ob Ihr zur Schule gehen wollt oder nicht. Ihr könnt liegen bleiben, länger schlafen, fernsehen, spielen – einfach das tun, was Ihr wollt – oder Ihr könnt zur Schule gehen und zwar ganz freiwillig,“ sage ich und betone die Worte „ganz freiwillig“, „wer wäre dann heute hier?“ Fünf Finger gehen nach oben. „Ganz schön viel“, denke ich und rede weiter: “Okay, nehmt die Finger wieder herunter und öffnet die Augen. Das sind fünf Kinder. Tja – ob Ihr es glaubt oder nicht. Das was wir heute Vormittag miteinander machen, das funktioniert ohne Freiwilligkeit überhaupt nicht. Wir können Euch lediglich einladen, an einer äußerst wichtigen Aufgabe mitzuwirken, an der Lösung eines großen Problems, das die Erde hat. Leider wissen die meisten Menschen vieles, was Ihr heute lernen werdet, nicht. Und dadurch ist die Erde in Not geraten. Die Probleme der Erde nehmen zu, es geht sozusagen…“,- ich lege eine theatralische Pause ein -, „um Leben oder Tod“, beende ich meinen Satz. Die Kinder schauen mich mit großen Augen an. „Krass“, sagt ein Kind zum Anderen und viele nicken. „Ja, genau, das ist krass“, greife ich die Vorlage auf, “denn Ihr werdet heute lernen, wenn Ihr das wollt, was mit „Klimawandel“ gemeint ist und warum damit für Menschen, Tiere und Natur eine große Gefahr verbunden ist. Ihr werdet auch lernen und erproben, was und wie viel Ihr, wir alle, jeder Einzelne dagegen tun kann, insbesondere durch die Wahl unserer Ernährung. Aber – eines ist völlig klar – Niemand kann und wird Euch zwingen, Eure Ernährung zu ändern. Das könnt nur Ihr, jeder für sich, entscheiden, dann, wenn Ihr die Zusammenhänge verstanden habt, die Ihr heute erfahren werdet. Ob – und wenn ja – was ihr dann an Eurem Verhalten, an Eurer Ernährung ändern werdet – das entscheidet Ihr völlig freiwillig. Daher ist es auch ganz wichtig, dass Ihr Euch wirklich überlegt, ob Ihr an der nun folgenden Ausbildung, einer Ausbildung zu Klimaschutzköchinnen und Klimaschutzköchen, freiwillig mitmachen wollt, oder auch nicht. Wir werden nun einige Probleme der Erde, die durch den Klimawandel entstehen, etwas genauer unter die Lupe nehmen und anschließend, wenn Ihr verstanden habt, worum es heute geht, bitte ich Euch, frei zu entscheiden, ob Ihr Euch dieser Herausforderung stellen wollt – freiwillig – um der Erde zu helfen. Wenn Ihr es schafft und diese Ausbildung besteht, dann erhaltet Ihr am Ende einen Klimaschutzkochausweis“.

Die Kinder schauen mich nach wie vor mit großen Augen an. Gespannt waren sie meinen Worten gefolgt und bei den nachfolgenden Spielen, dem Treibhausspiel, dem Assoziationskettenspiel zum Klimawandel und dem anschließenden Gespräch darüber sind sie voll dabei. Danach bitte ich sie erneut, die Augen zu schließen und meine Frage, wer heute wirklich freiwillig an dieser Aufgabe mitwirken will, ehrlich zu beantworten. Dieses Mal melden sich 23 von 28 Kindern. „Oh, vielen Dank,“ kommentiere ich das Ergebnis. „Fünf Kinder haben sich nicht gemeldet.“ – „Was passiert mit diesen?“, fragt ein Junge. Darauf war ich nicht wirklich vorbereitet. Eigentlich hätte ich sagen sollen: „Ihr dürft machen, was Ihr wollt. Ihr könnt auf dem Schulhof spielen, Ihr könnt Däumchen drehen, ein Buch lesen – was Ihr wollt,“ doch ich traue es mich nicht. Denn die Lehrerin schaut mich bereits mit entsetzen Augen an, so wie wenn sie genau das befürchtet, was ich gedanklich gerade geantwortet habe. Also sage ich diplomatisch: „Okay, Ihr könnt bei den Spielen und bei den Dingen, die wir nun machen werden, einfach zuschauen und es Euch nochmals überlegen. Ich würde mich freuen, wenn es Euch so viel Spaß macht, dass wir Euch auch noch für unser wichtiges Anliegen gewinnen“.

Gruppe-Begeisterung entfachen

Begeistere Dich selbst und entfache Begeisterung

Später habe ich den Impuls, beim nächsten Mal auch unbedingt die beteiligte Lehrkraft zu bitten, die Augen zu schließen und meine Frage nach der Freiwilligkeit zu beantworten. Denn als wir vom Pausenhof, wo wir mit unserem Workshop begonnen haben, ins Klassenzimmer zurück gehen, erzählt mir die Lehrerin über ein Mädchen, das behauptet hatte, sie sei verletzt und könne bei einem Rennspiel nicht mitmachen: „Ihr dürfen Sie nichts glauben. Die täuscht das nur vor. Die muss man immer ganz genau im Auge haben“.

Das macht mich sehr nachdenklich und ich frage mich:

  • Wie leicht bekommt ein Kind ein Etikett angeheftet?
  • Wenn ein Kind zu den fünf Kindern gehört, die nicht freiwillig mitmachen wollten, wird die Lehrerin sich das merken und auch für diese entsprechende Etiketten entwickeln?
  • Wie leicht lassen wir Menschen uns allzu leicht von anderen Menschen, die uns ihre Meinung über eine dritte Person sagen, beeinflussen?
  • Wie oft kommt es vor, dass der eine oder andere hinter dem Rücken anderer schlecht über eine bestimmte Person redet, ohne dass diese sich dagegen wehren und verteidigen kann?
  • Haben nicht die meisten Menschen Etiketten, also fest gefahrene Meinungen, Sichtweisen und Beurteilungen anderer Personen im Kopf, aufgrund derer sie sich auf eine bestimmte Art und Weise diesen gegenüber verhalten?
  • Und wie oft kommt es vor, dass sie darüber nicht nur selbst nachdenken und sich anderen Personen nicht mehr unvoreingenommen und wohlwollend verhalten, sondern auch mit Dritten darüber reden? Ist das nicht völlig unfair?

Wenn Du also selbst in diesem Sinne kein gutes Vorbild bist und schlecht über andere Menschen hinter deren Rücken redest oder denkst, wenn auch Du Deinen Mitmenschen bestimmte Etiketten anheftest, sie also in eine bestimmte Schubladen steckst und mit Deiner Sichtweise andere Menschen zu manipulieren versuchst, es möglicherweise sogar schaffst, dass sie Deine Sichtweisen unreflektiert übernehmen, dann manipulierst Du sie. Wenn Dir das bei Dir selbst nicht auffällt, wenn Du Dich in diesem Sinne nicht selbst erkannt und kritisch hinterfragt hast, dann bist Du in den Situationen des Tages auch selbst nicht wachsam und lässt Dich ebenfalls von anderen manipulieren und übernimmst unbewusst deren Sichtweisen und Vorurteile. Dann kannst Du in einer solchen Situation, die ich beschrieben habe, anderen auch keine Anregungen zur Selbstreflexion geben, weil Du Dich ja selbst in bestimmten Punkten noch nicht erkannt und reflektiert hast.

Wenn Dir nun in diesem Augenblick, wenn Du diese Zeilen liest, eine Situation bewusst wird, in der Du selbst hinter dem Rücken eines anderen schlecht über diesen geredet und damit eine oder mehrere Personen mit Deiner negativen Sichtweise „angesteckt“, sozusagen manipuliert hast, dann wäre es gut, wenn Du dies nicht nur bereuen und nicht wieder tun würdest, sondern wenn Du auch den Personen, denen Du Deine negative Sichtweise suggeriert hast, Deine Erkenntnis mitteilst und Dein unfaires Verhalten eingestehst. Denn Du weißt nicht, wie Deine Worte bei anderen gewirkt haben, ob diese sich beeinflussen ließen und möglicherweise Deine negativen Sichtweisen wiederum an Andere weiter trugen oder selbst negative Gefühle gegen die Person entwickelten, über die Du Dich abfällig und negativ geäußert hast.

 

Warum beschreibe ich all’ dies so genau?

Das, was ich hier beschrieben habe, soll Dir zeigen, worauf es bei Mitweltbildung / Bildung zum Schutz der Erde wirklich ankommt: Sich selbst zu erkennen, das Positive ebenso wie das weniger Gute, zu reflektieren, sich eigene Fehler einzugestehen, sie zu bereuen, nicht mehr zu tun und wieder gut zu machen. Tun wir dies nicht, dann wirken wir – um es deutlich zu sagen – an einem Kleinkrieg gegen andere mit, behindern deren Entwicklung unter Umständen und sind dann vor allem nicht Teil des positiven Wandels, den wir mit unserem mit- und umweltpädagogi­schen Wirken eigentlich bewirken wollen.

An diesem Vormittag in der Schule wurde mir dies noch öfter bewusst. Es wurde mir bewusst, dass ich das Freiwilligkeitsthema mit den Lehrkräften in Zukunft unbedingt besprechen möchte. Denn wenn Kinder tatsächlich ganz freiwillig in die Schule kämen und nur dann lernen würden, wenn sie einen Sinn darin sehen und die Lehrkraft es schafft, sie für ein Ziel zu begeistern, wenn Erwachsene und Kinder sich auf Augenhöhe begegnen und sich ehrliche Rückmeldungen geben würden, wenn Erwachsene in der Lage wären, die Kritik von Kindern nicht nur hören, sondern vor allem daraus lernen zu wollen, dann wäre so viel erreicht. Dann könnten sie sich als lernende Gemeinschaft beiderseitig viel mehr und viel schneller weiter entwickeln und vor allem ihr nicht-zukunftsfähiges, manipulierendes, unfaires, nicht-gewaltfreies Denken und Handeln leichter erkennen und verändern. Darum geht es eigentlich!

Kreative_Ideen

Kinder dürfen kreative Partybrötchen gestalten

Später, als wir mit den Kindern ein leckeres buntes Partybuffet gestalteten, ereignete sich wieder eine Situation, die mir zeigte, wie sehr Kindern oft Kreativität abtrainiert und Untertänigkeit antrainiert wird, meist sicherlich, ohne dass dies den Erwachsenen bewusst ist. Ich hatte den Kindern gesagt, dass eine Teilgruppe Obstspieße herstellen, die andere Gruppe schön gestaltete Partybrötchen zubereiten dürfe. Als ein Junge eine Idee hatte, die gewissermaßen etwas „außerhalb des Rahmens“ war und einen Gemüse-Obst-Spieß erfand, indem er eine Gewürzgurke in zwei Teile schnitt, eine Bananenscheibe einfügte und alles mit einem Zahnstocher verband, fuhr ihn die Lehrkraft ziemlich barsch an: „Hast Du nicht gehört, was du machen sollst? Obstspieße! Was fällt Dir denn ein? Kannst Du nicht zuhören?“ Der Junge war ziemlich eingeschüchtert. Ich fragte ihn: „Unsere Regel, die wir am Anfang vereinbart hatten, lautete: Wenn später Niemand aus unserer Runde, das, was Du schönes gestaltet hast, essen will, willst Du selbst es dann gerne essen? Denn wir wollen ja nicht, dass etwas weggeworfen wird. Gilt das für Deine Erfindung?“ Der Junge nickte. „Dann war das eine gute Idee und wir danken Dir dafür“, ermutige ich ihn.

Das Beispiel zeigt, dass Kreativität, das Denken außerhalb eines bestimmten vorgegebenen Rahmens sowie die Eigenverantwortung in der Schule leider häufig nicht gefördert werden. Wäre das genauso, wenn die Lehrkräfte ebenfalls von der Hierarchie in der Schule, von der Angst, etwas falsch zu machen, befreit wären? Wenn es z.B. ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe und sie nur dann und in dem Maße als Lehrkräfte tätig sein müssten, in dem sie wirklich Freude und innere Begeisterung dafür hätten? Wäre das genauso, wenn die Lehrkräfte selbst in einer Struktur arbeiten dürften, in der kreative Ideen, Offenheit für Veränderungen sowie Vertrauen begrüßt und gefördert werden?

Ich dacht in dieser Situation: „Schade, dass die Kinder nicht wirklich freiwillig hier sind und die Lehrkräfte sich – ähnlich wie Zissi und ich – darum bemühen müssten, sich selbst so zu begeistern, dass der Funke überspringen und alle Beteiligten freiwillig mitwirken wollen. Schade, dass es in der Schule nicht üblich ist, die Kinder am Ende eines Vormittags um ihre ehrliche Rückmeldung zu bitten: „Was fandet Ihr gut? Was hat Euch gefallen? Habt Ihr etwas gelernt? Was könnten wir, die erwachsenen BegleiterInnen besser machen?“

Denn dann könnten doch alle Beteiligten so viel lernen! Alle Beteiligten würden vor allem lernen, sich selbst zu reflektieren. Die Schule könnte zu einem Ort werden, wo Lehrkräfte und Kinder sich auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam mit Begeisterung tätig werden – für den Schutz der Erde.

 

Fazit:

Wenn Du Deine Workshops jedes Mal aus der hier beschriebenen inneren Perspektive betrachtest und Dich selbst prüfst, was Du aus den Situationen des Tages lernen und verbessern kannst, wenn Du Dich selbst erkennst und veränderst, dann kannst Du auch anderen spontan und unaufdringlich Anregungen zur Selbstreflexion geben und ihnen ein gutes Vorbild sein. Andernfalls – wenn Du nicht mit dieser Einstellung an Deine Aufgaben herangehst – dann kann es wirklich sein, dass es Dir langweilig wird, wenn Du zum zigsten Mal den „gleichen“ Workshop abhältst – weil Dein Workshop dann nur noch Routine, aber nicht mehr von Deiner inneren Begeisterung, von Deinen Selbsterkenntnissen und Selbstveränderungen belebt und getragen ist. Die genannten Beispiele sollen Dir auch zeigen, wie Du selbst die Qualität Deiner pädagogischen Arbeit immer weiter entwickeln und messen kannst – nämlich vor allem in der Frage:

  • Was habe ich heute an mir selbst erkannt und verändert?
  • Welche Ideen sind daraus entsprungen, um auch anderen Anregungen zur Selbstreflexion zu geben?
  • Welche konkreten Veränderungen von nicht-förderlichen Rahmenbedingungen konntest Du dadurch anstoßen?

 

Was meinst Du dazu? Wir freuen uns auf Deine Rückmeldung in den Kommentaren.

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