Konzept

Für Natur sensibiisieren„Nicht für die Schule, für das Leben“

sollten Kinder lernen, heißt es. Leider mangelt es an ganzheitlichen Konzepten, die in der Lage sind, Kindern nicht nur die Freude am Lernen und an persönlicher Veränderung zu vermitteln, sondern auch ihr Mitgefühl, ihre Sozialkompetenz, ihre Verbundenheit mit Tieren und Natur, ihr soziales und ökologisches Engagement sowie ihre kreative Fähigkeit zur Mitgestaltung der Zukunft fördern.

Ganzheitlicher pädagogischer Ansatz

Aus diesem Grund haben wir in dem mehrjährigen Modellprojekt „Reise zum Planeten der Zukunft“ einen ganzheitlichen pädagogischen Ansatz entwickelt, der nicht nur eine nachweislich erfolgreiche pädagogische Antwort auf die zunehmende Gefährdung der Erde darstellt, sondern durch seine reformpädagogischen Methoden und Ansätze Möglichkeiten und Chancen aufzeigt, welche nicht nur schulische, sondern auch außerschulische Bildungseinrichtungen für ihre Weiterentwicklung nutzen könnten und sollten.

Die Elemente der aus mehreren Modulen bestehende Erdschützerausbildung für Kinder von 8-13 Jahren sollten in die bestehenden Bildungsbereiche integriert werden und keine Sonderdisziplin von Pädagogik darstellen. Das würde sowohl die Stärkung der Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes bedeuten, als auch mithelfen, den notwendigen Bewusstseinswandel zum Schutz der Erde zu befördern.

Damit dieser Wandel in unserem Bildungssystem gelingen kann, werden Erdschützer-Coaches in vielen Bereichen gebraucht.

Erdschützer-Coaches sind hoch qualifizierte Fachkräfte.

Denn die Umsetzung unseres ganzheitlichen Bildungsansatzes bedeutet eine besondere Herausforderung. Als Leitungsfachkräfte müssen sie in den Projekten nicht nur eine Lehrerrolle ausfüllen, Lern- und Entwicklungsziele im Auge behalten und dabei einen relativ festen Zeitplan einhalten. Sie müssen auch flexibel und situationsorientiert auf Konflikte, Sozialkompetenzdefizite und so genannte „Problemkinder“ reagieren. Sie tragen die Verantwortung für eine gute Atmosphäre in der Kindergruppe und im Team, für die Anleitung und Begleitung der mitwirkenden Ehrenamtlichen und Praktikant/innen, für die Gesamtorganisation, die Kontrolle der Finanzen, die Öffentlichkeits- und die Elternarbeit. Zusätzlich ist der Anspruch des Erdschützerprojekts höher als im schulischen Unterricht, aber auch höher als in außerschulischer Freizeitbetreuung- oder Freizeit-Zeltlagerarbeit. Wissensvermittlung muss Kindern hier so viel Spaß und Sinn machen, dass sie gerne und freiwillig mitwirken.  Es kommt auch ganz entscheidend auf die Vorbildfunktion der Erdschützer-Coaches an, um Kinder motivieren zu können, ihr eigenes Verhalten und ihre Werte zu überdenken.  Nur wenn der Funke der Begeisterung überspringt, werden Kinder sich – wenn sie wollen – ändern, um die Erde besser zu schützen. Während es bei Klassenfahrten, Zeltlagern oder Ferienfreizeiten meist ein Extra-Kochteam oder Bewirtung durch eine externe Profi-Küche gibt, gehört bei den Erdschützerprojekten das Kochen am offenen Feuer – gemeinsam mit Kindern - aus inhaltlichen Gründen ebenfalls zum Programm. Das macht zwar viel Spaß und ist außerordentlich wichtig, aber stellt für das Team sowie insbesondere für die Leitungsfachkräfte – die Erdschützer-Coaches - eine zusätzliche Herausforderung dar.