Vegane Ernährung von Kindern ist empfehlenswert – hilf mit bei unserer Ernährungsbildung

In unserer Projektarbeit setzten wir uns von Anfang an für die Vision einer friedlichen, gewaltfreien Erde ein, auf der Menschen, Tiere und Natur in Einheit, Liebe und gegenseitiger Achtung zusammenleben. Das heißt, wir sind überzeugt davon, dass eine Erde ohne Gewalt und Diskriminierung nicht nur möglich, sondern erstrebenswert ist. Aus diesem Grund bemühen sich die BetreuerInnen, selbst gute Vorbilder im Sinne dieser Vision zu sein.

Da wir die Werte einer umfassenden, friedlichen Erde vertreten, sind wir selbstverständlich auch davon überzeugt, dass eine gewaltfreie, friedliche Ernährung – also eine biovegane Ernährung – möglich und erstrebenswert ist. Unstrittig ist, dass die Wahl dieser Ernährungsform unmittelbar einen gewaltigen Beitrag zum Klima-, Umwelt-, Tier- und Menschenschutz sowie zum Frieden auf der Erde darstellt.

In unserem Flyer Ernährung für eine friedvolle Zukunft – mach mit kannst Du Dich über die Vorteile dieser Ernährungsform weiter informieren.

Doch darüber, ob eine biovegane Ernährung für Kinder gesundheitlich empfehlenswert ist, wird (noch) gestritten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), deren Empfehlungen bindend für offizielle Ernährungs- und Stillberater sind und an die sich auch Catering-Anbieter für Schulen halten müssen, sagt bestenfalls Ja zur vegetarischen Mischkost. Die vegane Ernährung wird jedoch von der DGE für Schwangere, Stillende und Kinder während der kompletten Kindheit strikt abgelehnt.

Weniger bekannt ist es, dass sich die DGE weltweit mit dieser Auffassung selbst ziemlich ins Abseits stellt. Der Arzt und Gründer von Provegan.info Dr. Henrich hat sich mit dieser Auffassung intensiv auseinandergesetzt und kommt zu dem Schluss: „Die Aussagen der DGE stimmen oftmals in einem erschreckend hohen Ausmaß weder mit den wissenschaftlichen Fakten noch mit den Aussagen größerer und renommierterer ernährungswissenschaftlicher Fachgesellschaften überein.“

Tatsache ist, dass es zahlreiche Positivbeispiele von Eltern gibt, die ihre Kinder gesund vegan ernähren und dies keineswegs zu irgendwelchen Mangelerscheinungen führt. Wer im Internet recherchiert, wird das schnell herausfinden. Hier zwei Beispiele:

Wenn man die Empfehlungen der DGE unter die Lupe nimmt, erkennt man, dass sie eine vegane Ernährung für Schwangere, Stillende und Kinder nur deswegen strikt ablehnt, weil sie den Menschen nicht genügend Ernährungskompetenz zutraut. Denn die gelungenen Beispiele von gesunder, veganer Kinderernährung kann auch die DGE nicht wegdiskutieren.

 

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Freie Wahl der Ernährung ein Kinderrecht

In der UN-Kinderrechtskonvention sichern die unterzeichnenden Staaten einem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Mei­n­ung zu bilden, das Recht zu, diese Mei­n­ung in allen das Kind berühren­den Angele­gen­heiten frei zu äußern, und die Mei­n­ung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife zu berück­sichti­gen. (Art. 12)

Wenn Eltern sich entscheiden, ihre Kinder vegan zu ernähren, wird ihnen paradoxerweise vorgeworfen, in die Entscheidungsfreiheit der Kinder einzugreifen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Sohra Behmanesh in der Nachtcafesendung „Fleischesser – die schlechteren Menschen“ oder ZDF-Moderatorin und Kochbuch-Autorin Jasmin Hekmati (siehe Sternartikel) – um nur zwei Beispiele zu nennen – betonen, dass sie ihren Kindern das Essen von tierischen Lebensmitteln nicht verbieten würden. Jasmin Hekmati sagt dazu:

Ich kenne kein Kind, das selbst entscheiden darf, was es isst. Ernährung ist immer, was die Eltern einem mitgeben, und es gibt einfach so viele verschiedene Ernährungstypen. Wenn sich meine Kinder später entscheiden, nicht mehr vegan zu leben, dann ist es ihre Entscheidung, die ich respektieren muss. Ich glaube nicht, dass wir unseren Kindern weniger Freiheiten geben als andere Eltern.

Ich glaube sogar im Gegenteil: wenn unsere Kinder einmal aus Überzeugung zu dem Schluss kommen, dass sie Fleisch,  Milch und Käse essen wollen, dann wird es ihnen nicht schwer fallen, ihre Entscheidung in die Tat umzusetzen. Wer aber als Fleischesser groß wird und eines Tages aus Überzeugung damit aufhören will, hat es da viel schwerer. Die Erfahrung haben sicher schon viele selbst gemacht.  

 

Hier kannst Du die Nachtcafesendung „Fleischesser – die schlechteren Menschen“ ansehen:

Wenn die UN-Kinderrechtskonvention wirklich ernst genommen wird, dann sollte Kindern von klein auf erklärt werden, woher ihr Essen kommt und dass tierische Lebensmittel mit Leid und Tod verbunden sind. Erst dann, wenn Kinder über diesen Zusammenhang sowie über die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung aufgeklärt werden, haben sie überhaupt die Chance, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese „in allen es berührenden Angelegenheiten frei zu äußern“. Erst dann kann auch die Meinung des Kindes berücksichtigt werden. Wenn diese Aufklärung weder im Elternhaus, noch in Bildungseinrichtungen stattfindet und dort auch keine Alternativen zur Allesesser-Ernährung angeboten werden, dann wird das Recht der Kinder verletzt. Ihre Entscheidungsfreiheit wird eingeschränkt. Denn selbstverständlich berührt die Ernährungswahl das Kind unmittelbar, da es um seine Gesundheit, um seine Zukunft und um die Gesundheit der Erde geht.

 

Vertiefe Dein Wissen, mache Dich kundig

Wer sich nicht nur privat um einen friedfertigen Lebensstil bemüht, der alles Leben auf der Erde achtet, sondern gleichzeitig auch pädagogisch wirkt, hat eine hohe Verantwortung. Wir sollten nicht nur eigene Erfahrungen sammeln und wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen, sondern uns auch ständig kundig machen, wie der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Diskussion aussieht. Wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet, sollte unbedingt die 7 Hauptregeln einer gesunden, veganen Ernährung beachten und am besten seine Blutwerte alljährlich überprüfen lassen, um beweisen zu können, dass eine gesunde, vegane Ernährung zu sehr guten gesundheitlichen Werten führt.

Ich habe hier einige Links zum Weiterlesen gesammelt, damit Du Dich mit Hintergrundinformationen zum Thema vegane Ernährung für Kinder tiefer auseinandersetzen kannst:

  • Vegane Ernährung – Umdenken ist angesagt
    Der Arbeitskreis Krankenversicherungen fordert ein Umdenken und stellt die Empfehlungen der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) in Frage. zum Artikel
  • Warum die vegane Ernährung die gesündeste ist zum Artikel
  • Vegane Ernährung von Kindern Zum Artikel
  • Die unseriösen Machenschaften der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) – nachgewiesen am Beispiel der veganen Ernährung im Säuglings- und Kindesalter (April 2014) zum Artikel
  • Stern: Darf man seine Kinder vegan ernähren? zum Artikel

 

Kinder brauchen Vorbilder, die gesunde, biovegane Ernährung vorleben – mach mit

Wer Kindern, Tieren und Natur ihre Rechte zurückgeben möchte, wer Teil des Wandels auf der Erde hin zu einer friedlichen Erde für Menschen, Tiere und Natur sein möchte, der kann das heute tun. Jetzt sofort kannst Du eine Entscheidung treffen:

  • Werde selbst zu dem Wandel, den Du Dir auf der Erde wünschst: Jeder Einzelne kann zunächst seine persönlichen Schritte der Veränderung tun, um dadurch dann auch zum Vorbild für andere zu werden.
  • Wirke pädagogisch am Wandel hin zu einer friedlichen Erde mit
    Mit unserer Erdschützerprojektarbeit zeigen wir auf, wie eine kindgerechte Ernährungsbildung aussehen kann. Alle pädagogisch wirkende Menschen – und damit sind nicht nur professionell Tätige, sondern auch Eltern und ehrenamtliche JugendbegleiterInnen gemeint – können mit ihrer friedfertigen Lebensweise, ihrer Vorbildfunktion, ihren Erkenntnissen, ihren Talenten und Fähigkeiten dazu beitragen, dass wir der Vision einer gewaltfreien, friedlichen Erde näher kommen.
  • Engagiere Dich gesellschaftlich: Du kannst z.B. die Petition unterzeichnen, in der die DGE aufgefordert wird, ihre strikte Ablehnung der veganen Ernährung von Kindern zu überdenken und zu ändern. zur Petitionsseite
  • Bilde Dich in Eigenregie weiter: Im Handbuch „Das Erdschützerprojekt – Pädagogik für eine lebenswerte, friedliche Zukunft“ sowie der ergänzenden DVD findest Du eine Fülle von Anregungen, wie eine Ernährungsbildung aussehen kann, die die Freiheit der Kinder respektiert und alles Leben auf der Erde achtet.

 

Hast Du Fragen, Anregungen oder Kommentare? Wir freuen uns darüber.

 

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